Kraftstoffverbrauch kombiniert: 12,4 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 284 g/km*

 

Affalterbach. Diese Kombination ist einfach unwiderstehlich und weltweit auf 750 Exemplare limitiert: Mercedes-AMG verbindet sein mit Motorsport-Technologie vollgepacktes Topmodell mit der Freiheit des Open-Air-Fahrerlebnisses – und krönt damit das Modellportfolio der offenen Sportwagen. Der neue AMG GT R Roadster (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 12,4 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 284 g/km[1]) ist auf kurvenreichen Rennstrecken ebenso zu Hause wie auf repräsentativen Boulevards oder reizvollen Küstenstraßen. Mit dem leistungsstarken Antrieb und dem expressiven Design spricht er eine neue, lifestyle-orientierte Zielgruppe an, die das Leben mit allen Sinnen genießt. Der 430 kW/585 PS starke V8-Biturbomotor, das verstellbare Gewindefahrwerk mit aktiver Hinterachslenkung, die aktive Aerodynamik und der intelligente Leichtbau bilden die Grundlagen für das besonders dynamische Fahrverhalten. Und wie die anderen Roadster-Modelle verfügt auch der offene AMG GT R über das dreilagige automatische Stoffverdeck mit Leichtbaustruktur aus Aluminium, Magnesium und Stahl.

 

Mit dem jüngsten Neuzugang umfasst die AMG GT Familie jetzt 16 Mitglieder: fünf zweitürige Coupés, vier Roadster, zwei Kundensport-Rennwagen sowie fünf 4-Türer Coupés. „Der neue AMG GT R Roadster ist weit mehr als die Kombination der faszinierenden Fahrdynamik des GT R mit dem besonderen Flair unserer GT-Roadster. Er ist die Essenz aus zwei Welten und erfüllt in Summe unser Markenversprechen Driving Performance auf ganz besondere Art und Weise. Mit unserem GT R Roadster haben wir zweifellos einmal mehr einen markenprägenden Sportwagen entwickelt. Auch er verkörpert Mercedes-AMG in Form, Funktion sowie Fahrdynamik und bereichert unsere GT-Familie um eine auf 750 Exemplare limitierte, hochexklusive Variante“, so Tobias Moers, Vorsitzender der Geschäftsführung der Mercedes-AMG GmbH.

 

Der AMG 4,0-Liter-V8-Biturbo leistet im AMG GT R Roadster 430 kW (585 PS) und stellt ein maximales Drehmoment von 700 Nm zur Verfügung. Es lässt sich über ein breites Drehzahlband von 2.100 bis 5.500/min abrufen. Der Achtzylinder entfaltet seine Leistung kraftvoll in allen Drehzahlbereichen, verbunden mit hoher Effizienz. Der Spurt aus dem Stand auf Tempo 100 km/h ist in 3,6 Sekunden erledigt. Der dynamische Vortrieb reicht bis zur Höchstgeschwindigkeit von 317 km/h.

 

 

Der will schon im Stand ganz nach vorn: das Exterieur-Design

 

Die flache Frontpartie und die nach vorn geneigte, AMG spezifische Kühlerverkleidung erzeugen einen auffälligen „Shark nose“-Eindruck und bringen den Wagen optisch tiefer auf die Straße. Gleichzeitig senkt diese Formgebung den Staudruckpunkt am Fahrzeug ab, was die Strömung der Kühlluft und die Aeroperformance verbessert.

 

Die serienmäßigen LED High Performance Frontscheinwerfer verstärken mit ihrer Lichtsignatur die AMG GT Familienbindung. Ein trifunktionaler, bogenförmiger Lichtleiter übernimmt die Funktionen von Tagfahrlicht, Positionslicht und Fahrtrichtungsanzeiger. Das Mehrkammer-Reflektorsystem mit jeweils drei Einzel-Reflektoren für Abblendlicht und Fernlicht sorgt nicht nur für optimale Fahrbahnausleuchtung, sondern verleiht dem AMG GT R Roadster auch einen sportlich-dynamischen Blick, der durch den schwarzen Hintergrund noch mehr optische Tiefe erhält.

 

Die V-förmig gepfeilte Front verstärkt ebenfalls die Dynamik und verkörpert so den ungezügelten Vorwärtsdrang des AMG GT R Roadsters schon im Stand. Die Frontschürze im Jet-Wing-Design und der Frontsplitter betonen die Breitenwirkung. Die großen äußeren Lufteinlässe in der Frontschürze stellen den erhöhten Kühlluftbedarf des Roadster-Antriebs sicher. Deshalb tragen sie statt Gittern zwei aerodynamisch gestaltete Querfinnen und führen so den Luftstrom verlustfrei den Kühlern zu.

 

Außen an der Frontschürze beruhigen zusätzliche Air Curtains den Luftstrom, was den cW-Wert des offenen Zweisitzers verbessert. Die Air Curtains leiten darüber hinaus durch ihre schmalen, vertikalen Öffnungen die Luft gezielt in Richtung Radhaus und optimieren dadurch die Strömungseigenschaften in diesem Bereich. Um die doppelten Radhauskühler perfekt zu durchströmen, verfügt der Roadster außerdem über eigenständige Radhausschalen mit speziellen Kühlluftschlitzen.

 

 

Gar nicht abgehoben: Aktives Aerodynamik-Profil für präziseres Fahrverhalten und bessere Bodenhaftung

 

Fast unsichtbar im Unterboden vor dem Motor verbirgt sich ein aktives Aerodynamik-Profil. Dieses rund zwei Kilogramm leichte Carbon-Element fährt je nach Fahrprogramm geschwindigkeitsabhängig automatisch circa 40 Millimeter nach unten aus. Dabei wird der Luftstrom deutlich verändert und der sogenannte Venturi-Effekt erzeugt, der den Wagen zusätzlich an die Fahrbahn saugt und den Auftrieb an der Vorderachse bei 250 km/h um rund 40 Kilogramm reduziert. Das Aerodynamik-Profil fährt je nach Fahrprogramm geschwindigkeitsabhängig automatisch wieder ein.

 

Die Vorteile spürt der Fahrer in der Lenkung: Der Roadster lässt sich noch präziser bei hohen Geschwindigkeiten in Kurven dirigieren und fährt noch spurstabiler. Besonders beim schnellen Einlenken und hoher Querbeschleunigung reagiert das Fahrzeug deutlich agiler mit einem klaren Feedback im Lenkrad – und bleibt stets leicht beherrschbar. Darüber hinaus wird der Luftwiderstandsbeiwert verbessert. Das Abtriebsniveau an der Hinterachse bleibt unverändert hoch.

 

Fährt das elektrisch angetriebene Profil aus, öffnet sich gleichzeitig die Abluftöffnung des Motorkühlers im Bug und leitet die Luftströmung gezielt in Richtung des doppelten Heckdiffusors. Dieser wird dadurch ebenfalls optimal angeströmt. Das erhöht die Fahrstabilität der Hinterachse und reduziert das Temperaturniveau der Hotspots im Heckbereich. Gleichzeitig sorgen die Aerodynamik-Maßnahmen für eine optimierte Bremsenkühlung, indem sie mehr kalte Luft gezielt zu den Radschüsseln leiten.

 

 

Luftig auch von vorn: das aktive Luftregelsystem AIRPANEL

 

Ein besonderes technisches Highlight ist das serienmäßige, aktive Luftregelsystem AIRPANEL. Senkrechte Lamellen, die sich im unteren Bereich der Frontschürze befinden, werden elektronisch gesteuert per Elektromotor in circa einer Sekunde geöffnet und geschlossen. Dadurch wird eine bedarfsgerechte Kühlung gewährleistet. Die stets optimale Stellung erfordert eine hochintelligente und schnelle Regelung.

 

Im normalen Fahrbetrieb, ohne erhöhten Kühlluftbedarf, sind die Lamellen geschlossen, um den Luftwiderstand zu reduzieren und die Luft gezielt in Richtung Unterboden zu lenken. Dies verbessert die aerodynamische Effizienz. Erst wenn bestimmte Komponenten vordefinierte Temperaturen erreichen und der Luftbedarf besonders hoch ist, öffnen die Lamellen und lassen maximale Kühlluft zu den Wärmetauschern strömen.

 

 

Schau mich bitte von der Seite an: flache und gestreckte Proportionen

 

Die vorderen Kotflügel aus superleichtem Carbon verbreitern den AMG GT R Roadster vorn um insgesamt 46 Millimeter im Vergleich zum AMG GT bzw. AMG GT S Roadster und schaffen Platz für die breitere Spur und große Rad-/ Reifenkombinationen. Die kraftvolle Gestaltung der Kotflügel betont darüber hinaus die Längsdynamik. Als weiteres Erkennungsmerkmal dient das spezielle Kotflügelsignet mit einer Finne und einem großen Luftauslass, durch den Abwärme aus dem Motorraum geführt wird. Die Finne ist gelocht und nimmt mit fünf Streben das AMG Rautenlogo auf.

 

Die Seitenansicht profitiert außerdem vom serienmäßigen AMG Performance Schmiederad in mattschwarz. Das besonders leichte 10-Speichen-Rad ist exklusiv den AMG GT R Modellen vorbehalten und mit Tiefbettfelge, Fräsrille und zwei glanzgedrehten Felgenringen unterschiedlicher Breite sehr aufwändig gestaltet. Vorn beträgt die Dimension 10,0 J x 19 ET56, hinten 12,0 J x 20 ET52. Das geringe Gewicht der Räder bedeutet einen dreifachen Vorteil: Es reduziert das Gesamtgewicht, die rotatorische Masse und die ungefederten Massen.

 

Durch die Räder lassen sich die Bremssättel erkennen, die in gelb lackiert sind. Die Seitenschweller-Verkleidungen senken das Fahrzeug optisch noch tiefer auf die Straße ab und setzen mit Einlegern in Hochglanzschwarz individuelle Akzente. Das gilt ebenso für die hochglanzschwarzen Kappen der Außenspiegelgehäuse.

 

 

In die Breite gegangen: spezielles Heckdesign für mehr Kurvenspeed

 

Aus der Heckperspektive fallen ebenfalls zahlreichen Differenzierungen sofort auf. Die Seitenwände aus Aluminium verbreitern den AMG GT R Roadster hinten um insgesamt 57 Millimeter gegenüber dem AMG GT bzw. AMG GT S Roadster. Das schafft Raum für die größeren 20‘‘-Räder und Reifen sowie die breitere Spur. Diese Maßnahmen verbessern die Traktion und ermöglichen höhere Kurvengeschwindigkeiten.

 

Die breiter ausgeformte Heckschürze mit großen äußeren Entlüftungs­öffnungen und vertikalen Sicken verbessert den Luftstrom am Heck, ebenso der Doppel-Diffusor. Insgesamt wird die Wärmeableitung optimiert, indem die warme Luft während der Fahrt durch den Doppel-Diffusor abgesaugt wird.

 

Zwischen den Heckleuchten ist ein schmaler Luftauslass eingefügt: Durch diese Entlüftungsöffnung wird die Wärme des Nachschalldämpfers zusätzlich abgeführt. Als weiteres AMG GT R Roadster Erkennungsmerkmal dient die große, zentral in der Heckschürze positionierte Endrohrblende mit Mittelsteg. Sie wird von zwei weiteren, schwarzen Endrohrblenden flankiert, die sich links und rechts im Diffusor befinden.

 

Der große Heckflügel mit integrierter dritter Bremsleuchte ist fest auf dem Heckdeckel montiert und erhöht den Anpressdruck auf der Hinterachse. Die Flügelträger sind in Wagenfarbe lackiert, das Flügelblatt ist in Hochglanzschwarz gefärbt. Je nach Einsatzzweck oder Rennstreckengegebenheiten lässt sich die Neigung des Flügelblatts mechanisch präzise justieren – um beispielsweise bei steiler Flügelstellung den Anpressdruck an der Hinterachse zu erhöhen.

 

 

Tief ins Gesicht gezogene Mütze: das Stoffverdeck

 

Das dreilagige Stoffverdeck des Roadsters spannt sich über eine Magnesium-/ Stahl-/Aluminium-Konstruktion und leistet mit seinem niedrigen Gewicht ebenfalls einen Beitrag zum tiefen Fahrzeug-Schwerpunkt. Die eingefügte Akustikmatte erhöht den Geräuschkomfort.

 

Für den AMG GT R Roadster steht ein neuer, exklusiver Farbton zur Verfügung, der parallel dazu auch im AMG GT R angeboten wird: Der edle Mattlack designo graphitgrau magno erweitert die Farbpalette auf insgesamt 14 Wahlmöglichkeiten.

 

Wer optisch die Nähe zum Motorsport noch mehr betonen möchte, wählt die optionalen AMG Carbon-Pakete. Beim AMG Carbon-Paket I sind der Frontsplitter, die Finnen in den Kotflügeln, die Einleger in den Seitenschwellern sowie der Heckdiffusor in hochwertig verarbeitetem Sichtcarbon ausgeführt. Das AMG Carbon-Paket II mit dem Heckflügelblatt, den Heckflügelendplatten sowie den Außenspiegelgehäuse in Carbon komplettiert den sportlichen Auftritt.

 

 

Maßanzug für Modebewusste: das Cockpit

 

Das Interieur-Design setzt die Formsprache des Exterieurs fort. Die Breitenbetonung der Instrumententafel wirkt wie ein kraftvoller Flügel. Dank der hohen Bordkanten, der konkav ausgeführten Türverkleidungen, der dynamisch ansteigenden Mittelkonsole und der tiefen Sitzposition ist der Fahrer ins Cockpit integriert. Er fühlt sich wie in einem passgenauen Outfit mit maßgeschneidertem Anzug und Maßschuhen – und damit intensiv mit dem Roadster verbunden. In der Mittelkonsole weist eine Plakette mit der Inschrift „1 of 750“ auf die limitierte Auflage des Roadsters hin.

 

 

Auf Wunsch mit Schal und Kühlkissen: die AMG Performance Sitze

 

Die serienmäßigen AMG Performance Sitze in Leder Exklusiv Nappa STYLE schwarz/schwarz bieten mit den stärker konturierten Seitenwangen von Sitzfläche und Sitzlehne starken Seitenhalt. Optional ist die Kopfraumheizung AIRSCARF erhältlich, die den Open-Air-Spaß auch bei niedrigen Außentemperaturen zum Vergnügen macht. Der Luftausströmer ist nahtlos in den Bereich der Kopfstütze integriert, die Temperatur der ausströmenden Warmluft kann in drei Stufen justiert werden.

 

Wer auch an sehr heißen Sommertagen angenehm temperiert unterwegs sein möchte, wählt darüber hinaus die optionale Sitzklimatisierung, die ebenfalls für den AMG Performance Sitz erhältlich ist. Die Intensität der Klimatisierung lässt sich auch in drei Stufen regeln.

 

Optional stehen weitere Materialien und Farben zur Auswahl:

 

  • Leder Exklusiv Nappa STYLE sattelbraun/schwarz
  • Leder Exklusiv Nappa STYLE macchiatobeige/schwarz
  • Leder Exklusiv Nappa STYLE silver pearl/schwarz

 

Serienmäßig ist der AMG GT R Roadster mit Zierelementen AMG Carbon/Klavierlack schwarz inklusive Zierelemente-Paket Exklusiv ausgestattet. Der Umfang besteht aus der Mittelkonsoleneinfassung und den mittleren Lüftungsdüsenringen in Klavierlack schwarz. Der Einsatz in der Mittelkonsole, die Blende um die vier Lüftungsdüsen in der Instrumententafel sowie die Zierstäben in den Armlehnen der Türen sind in hochwertigem glänzenden Carbon ausgeführt. Optional stehen die Zierelemente auch in Carbon matt schwarz zur Auswahl.

 

 

Moderne Zeiten: Displays mit AMG spezifischen Anzeigen

 

Der AMG GT R Roadster erhält volldigitale Instrumenten-Displays mit 12,3 Zoll messendem Kombiinstrument vor dem Fahrer und 10,25 Zoll großem Multimedia-Monitor auf der Mittelkonsole. Das Kombiinstrument bietet ein Screendesign mit den drei AMG spezifischen Anzeigestilen „Klassisch“, „Sportlich“ oder „ Supersport“. In der „Supersport“ Ansicht gibt es umfangreiche Zusatzinformationen, wie beispielsweise eine Aufforderung zum Hochschalten im manuellen Getriebemodus, das so genannte „ Shiftlight“. Die neu designten Visualisierungen im Multimediadisplay machen weitere Fahrzeugfunktionen noch besser erlebbar, unter anderem durch animierte Darstellungen zu den Fahrassistenz-, Fahrzeug- und Kommunikationssystemen.

 

 

Nur einen Fingertipp entfernt: Displaytasten in der Mittelkonsole

 

Die innovativen, farbigen Displaytasten in der V-förmigen Mittelkonsole integrieren die Anzeige und die Steuerung von Getriebelogik, Fahrwerk, ESP, Abgasanlage, Aerodynamik-Profil und Start-Stopp-Funktion. Die in TFT-Technologie ausgeführten Displaytasten zeigen über intuitiv verständliche Symbole deren Funktion an und lassen sich mit einem kleinen Fingertipp entsprechend einfach bedienen. Ergänzt werden die Displaytaster von den beiden Wippenschaltern für Fahrprogramme und Lautstärkenregelung des Audiosystems.

 

 

Steuerung im Handumdrehen: das AMG Performance Lenkrad

 

Auch der AMG GT R Roadster erhält serienmäßig das neue AMG Performance Lenkrad. Es zeichnet sich durch das sportliche Design, die unten abgeflachte Form mit stark konturiertem Kranz und die intuitive Bedienung aus. Der Lenkradkranz ist vollständig mit Mikrofaser DINAMICA bezogen. Die galvanisierten Lenkradschaltpaddles ermöglichen mit manuellen Schaltvorgängen noch sportlicheres Fahren. Mit den integrierten Touch Control Buttons lassen sich die Anzeigen des Kombiinstruments und des Multimediadisplays durch horizontale und vertikale Wischbewegungen des Fingers intuitiv bedienen.

 

Serienmäßig sind auch die AMG Lenkradtasten mit dem runden Drehregler mit integriertem Display sowie zwei vertikal positionierten, farbigen Display-Tasten mit Schaltern. Über den rechten Drehregler lassen sich die AMG Fahrprogramme sowie die AMG Traction Control ansteuern. Die gewählte Einstellung wird über das farbige LCD-Display angezeigt, das direkt in den Drehregler integriert ist.

 

Mit den beiden frei belegbaren Displaytasten und den Zusatzschaltern auf der linken Seite können weitere AMG Funktionen direkt am Lenkrad bedient werden. So kann sich der Fahrer uneingeschränkt dem dynamischen Fahren widmen, ohne die Hände vom Lenkrad nehmen zu müssen. Über ein Display-Icon wird die jeweilige gewünschte Funktion dargestellt, mit dem dazugehörigen Tippschalter stellt der Fahrer sie ein. Somit können die beiden individuell bevorzugten AMG Funktionen exakt definiert und die Einstellungen mit nur einem Fingertipp geändert werden.

 

Serienmäßig ist zudem das AMG Night Paket Interieur. Hier sind auch Schaltpaddles, Lenkradspeichen, Sitzspange (beim AMG Performance Sitz) sowie die Einstiegsleisten in Hochglanzschwarz gestaltet, was im Zusammenspiel mit den serienmäßigen Zierelementen AMG Carbon/Klavierlack schwarz die Sportlichkeit nochmals unterstreicht.

 

 

Keine Angst vor der Waage: intelligenter Leichtbau für hohe Agilität

 

Ein wesentlicher Faktor für die Performance eines Sportwagens ist ein möglichst niedriges Gesamtgewicht. Um dieses Ziel zu erreichen, setzt Mercedes-AMG bei der Struktur des AMG GT R Roadsters auf einen intelligenten Materialmix. Chassis und die Karosserie sind aus Aluminium in verschiedenen Legierungen gefertigt,und das Front-Deck aus Magnesium. Dieses extrem leichte Element am Bug reduziert die Massenträgheit vor der Vorderachse und verbessert somit die Agilität des Fahrzeugs. Die tragende Struktur des Heckdeckels besteht aus SMC (Sheet Molding Compound), verbunden mit Carbonfasern. Diese Hightech-Kunststoffe zeichnen sich durch geringes Gewicht, hohe Stabilität und sehr gute Oberflächenbeschaffenheit aus.

 

Der gewichtsoptimierte Spaceframe besteht aus Aluminium-Druckguss und -Strangpressprofilen. Die hohe Biege- und Torsionssteifigkeit der gesamten Konstruktion ermöglicht die Einleitung und Übertragung extremer Längs- und Querkräfte aus Antrieb und Fahrwerk. Unerwünschte Elastizitäten werden so verringert; das Fahrzeug reagiert präzise und direkt. Das Ergebnis: Der Fahrer erlebt einen maximal dynamischen und mit beeindruckender Präzision reagierenden Sportwagen. Der Karossiere-Rohbau erhielt außerdem einen integrierten Aluminium-Querträger als Überrollschutz für die Passagiere.

 

 

Leicht und fest: Werkstoffe aus dem Rennsport

 

Im Rahmen der AMG Lightweight Performance Strategie tragen zahlreiche weitere Maßnahmen zur Gewichtsreduktion bei. Leichtes und festes Carbon kommt beispielsweise als Material für die vorderen Kotflügel und die Torque Tube zwischen Motor und Getriebe zum Einsatz.

 

Mit nur noch 13,9 Kilogramm Gewicht ist die Torque Tube aus Carbon rund 40 Prozent leichter als das bereits gewichtsoptimierte Bauteil aus Aluminium im AMG GT. Als Strukturbauteil stellt sie innerhalb des Transaxle-Triebstrangs eine äußerst biege- und torsionssteife Verbindung zwischen Motor und Getriebe her. Sie ermöglicht eine sehr direkte und fahrdynamisch günstige Triebstranganbindung und trägt außerdem zur ausgeglichenen Gewichtsverteilung des Fahrzeugs bei.

 

Gewichtsvorteile ergeben sich außerdem durch die serienmäßigen Schmiederäder, den Endschalldämpfer aus Titan und weniger Geräuschdämmmaterialien.

 

 

Lässt sich nicht verbiegen: Tunnelkreuz aus Carbon

 

Das Tunnelkreuz aus Carbon versteift die Karosserie nochmals deutlich gegenüber den hohen Torsionsbelastungen, die im forcierten Betrieb auftreten. Dazu stützt es die beiden Fahrzeugseiten im Bereich des Tunnels für die Torque Tube noch besser gegeneinander ab. Dadurch wird die Torsionssteifigkeit um 7,5 Prozent erhöht. Der Fahrer erhält schon auf den ersten Metern einen äußerst präzisen Fahreindruck, der auch bei extremer Fahrzeugbelastung im fahrdynamischen Grenzbereich weiterbesteht. Durch die höhere Aufbauruhe lässt sich der AMG GT R Roadster bei schwierigen Rennstreckenbedingungen wie zum Beispiel schnellen Kurven mit Bodenwellen noch besser kontrollieren und erfordert weniger Lenkarbeit.

 

Darüber hinaus versteifen zwei Diagonalstreben im Motorraum den Vorderwagen. Sie sind im AMG GT R ebenfalls aus Carbon gefertigt und sparen rund 50 Prozent Gewicht gegenüber Bauteilen aus Stahl ein.

 

 

Kommt schnell auf Touren: der AMG 4,0-Liter-V8-Biturbomotor

 

Der AMG 4,0-Liter-V8-Biturbomotor leistet im AMG GT R 430 kW (585 PS) , das maximale Drehmoment von 700 Newtonmetern steht von 2.100 bis 5.500/min zur Verfügung. Im Vergleich zu den übrigen AMG GT Modellen kommen andere Turbolader mit einer geänderten Verdichterbearbeitung und kleinerer Wastegate-Steuerdose sowie einer schärferen Applikation der Motorsteuerung zum Einsatz. Der Ladedruck stieg von 1,2 auf 1,35 bar. Hinzu kommen optimierte Auslasskanäle sowie eine modifizierte Verdichtung. Der gesamte Verbrennungsprozess wurde neu abgestimmt.

 

Um auch bei hohen Außentemperaturen eine optimale Leistungsausbeute zu erzielen, setzt Mercedes-AMG eine indirekte Luft-Wasser-Ladeluftkühlung ein. Die luft- und wasserseitig strömungsoptimierten Ladeluftkühler werden über einen separaten, zweistufigen Niedertemperatur-Wasserkreislauf versorgt. Die erste Kühler-Stufe ist mit zwei parallel geschalteten Kühlern im Radlauf links und rechts ausgeführt. Zusammen mit dem groß dimensionierten Kühler in der Fahrzeugfront als zweite Kühler-Stufe ist das System besonders leistungsfähig.

 

Die nachgelagerten, wasserdurchströmten Ladeluftkühler stellen sicher, dass die von den Turboladern verdichtete und erwärmte Ladeluft vor Eintritt in die Brennräume wirkungsvoll abgekühlt wird. Deshalb bleibt sie auch bei Volllast auf einem konstant niedrigen Niveau. Die sehr kurzen Wege für die Ladeluftführung bewirken ein optimales Ansprechverhalten.

 

Die Kombination aus Biturbo-Aufladung und Benzin-Direkteinspritzung mit strahlgeführtem Brennverfahren erhöht den thermodynamischen Wirkungsgrad und die Leistung. Besonders schnelle und präzise arbeitende Piezo-Injektoren spritzen den Kraftstoff mit hohem Druck in die acht Brennräume. Mithilfe der bedarfsgeregelten Mehrfacheinspritzung wird eine homogene Gemischwolke erzeugt. Die elektronisch gesteuerte Kraftstoffversorgung arbeitet vollvariabel mit einem Kraftstoffdruck zwischen 100 und 200 bar.

 

Das Aluminium-Kurbelgehäuse ist in Sandguss-Technologie hergestellt und in Closed Deck-Bauweise ausgeführt. Diese Konstruktion sorgt für höchste Festigkeit bei möglichst niedrigem Gewicht und ermöglicht hohe Spitzendrücke von bis zu 140 bar. Die NANOSLIDE® Beschichtung der Zylinderlaufbuchsen ist deutlich härter als konventionelle Graugussbuchsen und damit verschleißärmer. Außerdem trägt sie mit ihrer reduzierten Reibung in Verbindung mit den Aluminium-Schmiedekolben zur erhöhten Effizienz bei.

 

Vier obenliegende Nockenwellen steuern insgesamt 32 Ventile. Die Nockenwellenverstellung auf der Ein- und Auslassseite ermöglicht ein sehr gutes Ansprechverhalten und optimiert den Ladungswechsel für jeden Betriebspunkt.

 

Die Trockensumpfschmierung stellt auch bei hohen Querkräften die Ölversorgung sicher und ermöglicht eine tiefere Einbaulage des Motors. Dies führt zu einer Absenkung des Schwerpunkts und liefert so die Grundlage für hohe Querbeschleunigungen.

 

 

Gänsehaut-Sound: die AMG Performance Sport-Abgasanlage

 

Die speziell entwickelte Abgasanlage liefert nicht nur echten Rennwagensound, sondern spart durch die Verwendung von Titan für den Nachschalldämpfer und dünnwandigem Edelstahl für den vorderen Bereich der Abgasanlage auch rund sechs Kilogramm Gewicht.

 

Die große, zentral in der Heckschürze platzierte Endrohrblende betont mit ihrer speziellen, sechseckigen Form den Rennsport-Charakter. Zwei weitere Endrohre befinden sich links und rechts im Diffusor. Ihre Blenden sind wie im Rennsport mit Carbon ummantelt, um den Diffusor vor den hohen Abgastemperaturen zu schützen. Serienmäßig ist die Abgasanlage mit zwei stufenlos verstellbaren Abgasklappen ausgestattet, die den Sound des AMG GT R Roadsters direkt beeinflussen.

 

Die Abgasklappen öffnen und schließen abhängig vom gewählten AMG DRIVE SELECT Fahrprogramm, können aber auch über einen separaten Taster in der AMG DRIVE UNIT individuell gesteuert werden. In den Einstellungen „Comfort“ und „Sport“ ist der V8-typische, tieffrequente Sound komfortorientiert abgestimmt. In „Sport Plus“ und „RACE“ ist die Soundkomposition deutlich emotionaler.

 

 

Ganz schön spontan: das agile Doppelkupplungsgetriebe

 

Auch das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe in Transaxle-Anordnung an der Hinterachse haben die AMG Entwickler noch rennstreckentauglicher gemacht. Der erste Gang des AMG SPEEDSHIFT DCT 7G ist länger übersetzt, der siebte Gang sowie der Endabtrieb sind kürzer übersetzt, um insgesamt ein noch agileres Beschleunigungserlebnis und sehr spontane Reaktionen auf schnelle Gaspedalbefehle zu ermöglichen.

 

Die bisherigen Grenzen der Schaltperformance und der Responsezeit wurden deutlich erweitert. Der Race Start ist jetzt noch beeindruckender, dank der erhöhten Startdrehzahl, der feinfühligeren Radschlupfregelung und der rennstrecken-tauglichen Sportreifen. Außerdem wurde die Getriebekühlung an die erhöhten Anforderungen im Rennbetrieb angepasst.

 

 

Sechsmal Fahrspaß nach Maß: die Fahrprogramme

 

Mithilfe der AMG DYNAMIC SELECT Schaltwippe in der Mittelkonsole oder der AMG Lenkradtasten kann der Fahrer den AMG GT R Roadster individuell auf seine Wünsche einstellen. Zur Wahl stehen „Glätte“, „Comfort“, „Sport“, Sport plus“, „RACE“ und „Individual“. Das Fahrprogramm „RACE“ passt die Schaltstrategie des Doppelkupplungsgetriebes optimal an die Bedürfnisse eines Rennstreckeneinsatzes an – kürzeste Schaltgeschwindigkeiten und hochemotionaler Motorsound inklusive. Per Druck auf den separaten „ M“-Taster in der Mittelkonsole kann der Fahrer in jedem Fahrprogramm den manuellen Getriebemodus aktivieren.

 

Als Feature im Rahmen der AMG DYNAMIC SELECT Fahrprogramme verfügt auch der AMG GT R Roadster über AMG DYNAMICS. Diese integrierte Fahrdynamikregelung erweitert die Funktionen des ESP® (Elektronisches Stabilitäts-Programm) um die exakt dosierte Kraftverteilung an der Hinterachse und die Charakteristik der Lenkung. So wird die Agilität bei höchster Stabilität weiter gesteigert. AMG DYNAMICS optimiert in erster Linie die Querdynamik durch höhere Querbeschleunigung, bessere Traktion und geringere Lastwechselreaktionen.

 

Besonders bemerkenswert: AMG DYNAMICS berechnet, wie das Fahrzeug reagieren wird. Das System nutzt dazu die vorhandenen Sensoren, die beispielsweise die Geschwindigkeit, den Lenkwinkel oder die Gierrate detektieren. Nach dem Prinzip der Vorsteuerung lässt sich aus den Aktionen des Fahrers und den Daten der Sensoren das Fahrzeugverhalten vorhersehen. Die Regelung reagiert auf diese Weise noch vor dem Fahrer – und zwar ohne spürbare Eingriffe des Systems. Der Fahrer erhält ein sehr authentisches Fahrgefühl mit hoher Kurvendynamik und optimaler Traktion bei hoher Stabilität und berechenbarem Fahrverhalten. Auch erfahrene Piloten werden so optimal unterstützt.

 

Die unterschiedlichen Ausprägungen von AMG DYNAMICS sind mit den Begriffen „Basic“, „Advanced“, „Pro“ und „Master“ gekennzeichnet. Auf dem Multimedia-Display wird bei der Auswahl der Fahrprogramme statt des bisherigen ESP®-Symbols nun das neue AMG DYNAMICS Symbol mit dem entsprechenden Zusatz angezeigt.

 

  • „Basic“ ist den Fahrprogrammen „Glätte“ und „Comfort“ zugeordnet. Der AMG GT zeigt hier ein sehr stabiles Fahrverhalten mit hoher Gierdämpfung.
  • „Advanced“ wird im Programm „Sport“ aktiviert. Der AMG GT ist dann neutral ausbalanciert. Die geringere Gierdämpfung, weniger Lenkwinkelbedarf und die gesteigerte Agilität unterstützen dynamische Manöver wie beispielsweise Fahrten auf verwinkelten Landstraßen.
  • „Pro“ (Abkürzung für „Professional“) gehört zum Programm „ Sport+“ In „Pro“ wird der Fahrer noch stärker bei dynamischen Fahrmanövern unterstützt, Agilität und Präzision bei Kurvenfahrten werden weiter gesteigert.
  • „Master“ ist mit dem Fahrprogramm RACE gekoppelt. Der „Master“ -Modus richtet sich an Fahrer, die Dynamik und Fahrspaß auf abgesperrten Rundstrecken erleben möchten. „Master“ bietet eine überaus neutrale Fahrzeugbalance, geringen Lenkwinkelbedarf und ein agileres Einlenkverhalten. Auf diese Weise gewährleistet „Master“ höchste Agilität und bringt das fahrdynamische Potenzial optimal zur Geltung.

 

 

Sogar die Lager passen sich an: die dynamischen Motor- und Getriebelager

 

Dynamische Motor- und Getriebelager sind im AMG GT R Roadster ebenfalls serienmäßig installiert. Bei einer Transaxle-Bauweise übernehmen die Motor- und Getriebelager eine besonders wichtige Funktion: Weiche Lager verbessern den Komfort, da sie Geräusche und Schwingungen besser entkoppeln. Handling und Agilität profitieren hingegen von tendenziell steifer ausgelegten Lagern. Mercedes-AMG löst diesen Zielkonflikt mithilfe von dynamischen Lagern, die ihre Steifigkeit stufenlos und in Sekundenbruchteilen an die jeweiligen Fahrbedingungen und das Fahrverhalten anpassen.

 

Diese Aufgabe übernimmt eine spezielle Steuerelektronik. Sie erkennt Fahrsituationen anhand von CAN-Daten, ist mit dem elektronischen Hinterachs-Sperrdifferenzial vernetzt und sorgt somit für eine optimale, ausgewogene fahrdynamische Balance. Bei der Umsetzung dieser Technologie geht AMG noch einen Schritt weiter: Die Motor- und die Getriebelager werden sogar individuell zueinander angesteuert. Vorteil: Diese innovative Lösung verbessert die Fahrpräzision sowie die Querdynamik nochmals deutlich.

 

 

Bleibt sauber in der Spur: das Fahrwerk mit Uniball-Gelenklagern

 

Auch das Fahrwerk ist modifziert. Zur Reduzierung der ungefederten Massen sind Dreieckslenker, Achsschenkel und Radträger an Vorder- und Hinterachse komplett aus geschmiedetem Aluminium gefertigt. Das Doppelquerlenker-Konzept führt das Rad mit geringsten elastischen Bewegungen in eindeutiger Weise. Die hohe Sturz- und Spursteifigkeit ermöglicht hohe Kurvengeschwindigkeiten und vermittelt dem Fahrer auch optimalen Fahrbahnkontakt im weit oben angesiedelten Kurvengrenzbereich.

 

Direkt aus dem Motorsport stammen die Uniball-Gelenklager an den unteren Querlenkern der Hinterachse. Sie sind deutlich verschleißfester als Buchsen und haben konstruktionsbedingt kein Spiel, wodurch sich Spur und Sturz auch bei hoher Belastung nicht verändern. Der AMG GT R Roadster lässt sich dadurch noch präziser fahren. An der Hinterachse kommt außerdem ein dickerer Rohr-Querstabilisator zum Einsatz. Er wurde an die erhöhten fahrdynamischen Anforderungen des AMG GT R Roadsters angepasst und spart durch seine hohle Bauweise Gewicht.

 

 

Hat den Dreh raus: AMG Gewindefahrwerk mit adaptiver Verstelldämpfung

 

Wie auch im AMG GT R kommt in der offenen Variante das speziell entwickelte AMG Gewindefahrwerk zum Einsatz, dessen Einstellung in der Werkstatt präzise justiert werden kann. Die aus dem Motorsport bekannte Technik ist mit der stufenlosen, adaptiven Verstelldämpfung AMG RIDE CONTROL kombiniert. Das System wird elektronisch geregelt und passt die Dämpfung automatisch an jedem Rad jeweils der aktuellen Fahrsituation, der Geschwindigkeit und dem Fahrbahnzustand an.

 

Die Modulation der Dämpferkennlinien erfolgt schnell und präzise über getrennte Ventile für die Zug- und Druckrichtung in den Dämpfern. Eine Verhärtung der Dämpferrate, zum Beispiel in Kurven oder beim Bremsen, reduziert wirkungsvoll Wankbewegungen. Die kontinuierliche Anpassung der Dämpfung auf die jeweilige Geschwindigkeit garantiert auch bei höherem Tempo stets den bestmöglichen Fahrbahnkontakt und trägt damit zu mehr Sicherheit bei.

 

Darüber hinaus kann der Fahrer per Tastendruck in der AMG DRIVE UNIT oder über die AMG DYNAMIC SELECT Fahrprogramme die Charakteristik der adaptiven Verstelldämpfung anpassen. Drei Stufen stehen parat: „Comfort“, „Sport“ und „Sport Plus“. Der Einsatzzweck für die jeweilige Ausprägung der Dämpfungscharakteristik ist eindeutig: „Comfort“ ist die richtige Wahl für öffentliche Straßen. „Sport“ passt ideal für den Streckentyp Nürburgring-Nordschleife, also für hochdynamisches Fahren auf teils welliger Strecke mit maximalem Fahrbahnkontakt. „Sport Plus“ eignet sich optimal für eher ebene, moderne Grand-Prix-Strecken wie beispielsweise Hockenheim und vermittelt ein hohes Maß an Aufbaustraffheit.

 

Zu den konventionellen Fahrwerksmaßnahmen gehören die breitere Spur vorn und hinten sowie die serienmäßigen Sportreifen vom Typ Michelin Pilot Sport Cup 2, vorn in der Dimension 275/35 ZR 19, hinten in 325/30 ZR 20. Der straßenzugelassene Rennreifen ermöglicht schnellere Runden und bis zu 50 Prozent mehr Laufleistung auf der Rennstrecke.

 

 

Wer auch hinten lenkt, fährt besser: die aktive Hinterachslenkung

 

Noch feinfühliger reagiert der neue AMG GT R Roadster dank der serienmäßigen, aktiven Hinterachslenkung. Das System bietet eine ideale Kombination aus Agilität und Stabilität – Fahreigenschaften, die normalerweise im Gegensatz zueinander stehen. Zwei Lenkungsaktuatoren ersetzen die konventionellen Spurlenker der Hinterachse. Herzstück des Systems sind zwei elektromechanische Aktuatoren (Elektromotoren mit Spindeltrieb), die keine mechanische Verbindung zum Lenkrad haben. Dieses „By-wire“-System verstellt elektronisch gesteuert die Hinterräder in einem vordefinierten Kennfeld. Die Spurwinkeländerung beträgt maximal 1,5 Grad am Hinterrad.

 

Bis Tempo 100 km/h werden die Hinterräder in entgegengesetzter Richtung zu den Vorderrädern eingeschlagen. Dies entspricht einer virtuellen Verkürzung des Radstandes. Vorteil: Der Roadster lenkt deutlich agiler in Kurven ein, macht dadurch noch mehr Fahrvergnügen und erfordert weniger Lenkarbeit – insbesondere auf gewundenen kleinen Straßen, engen Rennstrecken mit vielen Richtungswechseln oder beim Slalom. Weitere Vorteile sind zudem die erhöhte Handlichkeit und der reduzierte Wendekreis in täglichen Fahrsituationen – wie etwa beim Abbiegen oder Einparken.

 

Fährt der Wagen schneller als 100 km/h, schlägt das System die Hinterräder parallel zu den Vorderrädern ein. Dies entspricht einer virtuellen Verlängerung des Radstandes und verbessert spürbar die Fahrstabilität. Gleichzeitig baut sich bei Richtungswechseln die Seitenkraft an den Hinterrädern deutlich schneller auf, was die Reaktion auf Lenkbefehle beschleunigt. Die aktive Hinterachslenkung verbessert nicht nur das Handling in Kurven, sondern unterstützt den Fahrer auch bei plötzlichen Ausweichmanövern und erhöht damit die aktive Sicherheit.

 

 

Grip hoch neun: die AMG TRACTION CONTROL

 

Im ESP OFF Modus kann der Fahrer mit einer weiteren Innovation das Fahrverhalten noch individueller beeinflussen. Die AMG TRACTION CONTROL stammt ebenfalls direkt aus dem Motorsport. Sie ermöglicht es dem Fahrer, den Schlupf an der angetriebenen Hinterachse in neun Stufen vorzuwählen, und zwar isoliert sie nur den Antriebsschlupf ohne die Stabilisierung durch das ESP®. Dazu sind entsprechende Kennfelder in der Fahrzeugelektronik programmiert.

 

Die Bedienung erfolgt über die rechte AMG Lenkradtaste mit dem runden Drehregler mit integriertem Display. Je nach Einstellung wird mehr oder weniger Schlupf an den Hinterrädern zugelassen – sehr hilfreich bei unterschiedlichen Fahrbahnbedingungen. Stufe eins ist für Fahrten bei Nässe mit hohen Sicherheitsreserven programmiert. Stufe neun lässt den maximalen Schlupf an der Hinterachse zu. Die jeweilige Einstellung wird im Display der rechten Lenkradtaste und im Zentraldisplay des Kombiinstruments angezeigt.

 

Die AMG Entwicklung weist einen wesentlichen Vorteil gegenüber herkömmlichen Systemen auf: Sie arbeitet vorausschauend mit Hilfe eines virtuellen µ(mü)-Simulators sowie weiterer Daten, die von einem Steuergerät in Sekunden-bruchteilen verarbeitet werden. Abhängig von der gewählten Stufe der AMG TRACTION CONTROL wird der maximal zulässige Antriebsschlupf der Hinterräder berechnet. Wenn die Räder beim Beschleunigen diesen Schlupfwert erreichen, wird die Motorleistung von der Traktionskontrolle so moduliert, dass der Wert nicht überschritten wird und das Fahrzeug mit diesem vorgegebenen Schlupf weiterbeschleunigt. Darüber hinaus wird auch die Wirkungsweise der elektronischen Differenzialsperre in die Verstellbarkeit eingeschlossen. Die Regelung geschieht daher ohne Verzögerung und erhöht so das Fahrvergnügen und die Performance weiter.

 

 

Verschiebt den Grenzbereich nach oben: das Hinterachs-Sperrdifferenzial

 

Serienmäßig verfügt der AMG GT R Roadster über ein elektronisch geregeltes Hinterachs-Sperrdifferenzial, das in das kompakte Getriebegehäuse integriert ist. Seine feinfühlige und schnelle Regelung verschiebt den fahrphysikalischen Grenzbereich weiter nach oben. Nicht nur die Traktion der Antriebsräder wird weiter verbessert, auch die Kurvengeschwindigkeiten im Grenzbereich steigen an. Das System arbeitet mit einer variablen Sperrwirkung im Zug- und Schubbetrieb und ist optimal auf unterschiedliche Fahrzustände und Fahrbahnreibwerte abgestimmt.

 

 

Meldet direkt zurück: die Sport-Parameterlenkung

 

Die Sport-Parameterlenkung ist mit einer variablen Lenkübersetzung ausgestattet: Sie steigert Fahrzeughandling und -agilität bei niedrigem Tempo, während die Fahrsicherheit im Hochgeschwindigkeitsbereich erhalten bleibt. Eine Besonderheit ist die Servounterstützung: Sie agiert nicht nur abhängig von der Fahrzeuggeschwindigkeit, sondern auch von der aktuellen Querbeschleunigung und vom gewählten AMG DYNAMIC SELECT Fahrprogramm. Das Ergebnis: Durch die direkte Rückmeldung von der Straße hat der Fahrer ein exaktes Gefühl für das Fahrzeug.

 

 

Packt konsequent zu: die Hochleistungs-Verbundbremsanlage

 

Exzellente Verzögerungswerte und hohe Standfestigkeit erlaubt die Hochleistungs-Verbundbremsanlage mit innen belüfteten und gelochten Bremsscheiben mit 390 Millimetern Durchmesser an der Vorderachse und 360 Millimetern an der Hinterachse. Die Bremssättel sind standardmäßig gelb lackiert.

 

Auf Wunsch ist eine Keramik Hochleistungs-Verbundbremsanlage erhältlich. Ihre Vorzüge: Sie spart ebenfalls Gewicht, und zwar circa 15 Kilogramm, hat eine höhere Lebensdauer und eine noch bessere Standfestigkeit durch die Keramik-Bremsscheiben mit 402 Millimetern Durchmesser vorn und 360 Millimetern hinten.

 

 

Die Daten im Überblick

 

*Angaben zum Kraftstoffverbrauch und zu CO2-Emissionen sind vorläufig und wurden vom Technischen Dienst für das Zertifizierungsverfahren nach Maßgabe des WLTP-Prüfverfahrens ermittelt und in NEFZ-Werte korreliert. Eine EG-Typgenehmigung und eine Konformitätsbescheinigung mit amtlichen Werten liegen noch nicht vor. Abweichungen zwischen den Angaben und den amtlichen Werten sind möglich...
**Leergewicht fahrfertig nach DIN ohne Fahrer;
***Leergewicht fahrfertig nach EG inklusive Fahrer (75 kg)

 

[1] Angaben zum Kraftstoffverbrauch und zu CO2-Emissionen sind vorläufig und wurden vom Technischen Dienst für das Zertifizierungsverfahren nach Maßgabe des WLTP-Prüfverfahrens ermittelt und in NEFZ-Werte korreliert. Eine EG-Typgenehmigung und eine Konformitätsbescheinigung mit amtlichen Werten liegen noch nicht vor. Abweichungen zwischen den Angaben und den amtlichen Werten sind möglich.

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